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2.2 Wichtige Informationen

Alter: Die durchschnittliche Lebenserwartung eines Degus liegt etwa bei vier bis fünf Jahren.
Arbeitsaufwand: Mehrmals pro Woche Futter und Heu geben und Wasser wechseln. Alle 1-2 Wochen sollte die Unterkunft gereinigt werden. Des weiteren muss ein Ferienplatz gesucht werden, wenn Sie in die Ferien wollen.
Artenschutz: Bei der Anschaffung von exotischen Haustieren ist der Artenschutzgedanke ein Thema, das nicht vernachlässigt werden sollte, da durch die Jagd und den Import von Wildtieren dessen Bestand gefährdet werden könnte. Der Degu ist auch ein Wildtier, obwohl er zum Teil seit Jahren in menschlicher Obhut gezüchtet wird. Ausserdem kann es immer noch vorkommen, dass Wildfänge importiert werden. Allerdings ist der Degu als Haustier in Europa bereits recht verbreitet, Wildfänge dagegen eine Seltenheit. Zwar steht eine der vier Deguarten (Octodon pacificus) auf der Roten Liste und soll sogar ausgestorben sein, eine Weitere (Octodon bridgesi) ist unterdessen ziemlich selten geworden, doch das scheint kein Problem zu sein, da vermutlich bei den importierten Wildfängen kaum Exemplare der beiden bedrohten Arten dabei sind, denn alle vier Deguarten fallen nicht unter das Washingtoner Artenschutzabkommen (WA, Internetadresse siehe unten unter Externe Links) und unterliegen keinen staatlichen Aus- und Einfuhrsperren. Degus (Octodon degus) sind eine häufige Säugetierart in Chile und müssen sich nicht um die Vernichtung ihres Lebensraumes fürchten, denn sie fühlen sich auf Weiden, in Plantagen und Weinbergen und sogar in Gärten wohl, denn sie sind Kulturfolger und passen sich den neuen Lebensräumen an. Sie werden sogar als Schädlinge verfolgt, da sie auch Zier- und Nutzpflanzen aus Gärten und Plantagen fressen.
Geschlechtsunterschiede: Sowohl Männchen als auch Weibchen besitzen einen "Nippel", der keineswegs mit dem Penis verwechselt werden darf. Der Unterschied liegt im Abstand von Nippel und After, welcher bei Männchen im Vergleich zu dem der Weibchen etwa doppelt so gross ist. Nähere Informationen und Fotos gibt es unter 8.2 Geschlechtsunterscheidung
Gewicht: Das Normalgewicht liegt etwa zwischen 200 und 300 Gramm, wobei sich die Werte der grösseren Degutypen eher im oberen Bereich und die der kleineren Typen eher im unteren Bereich bewegen.
Import oder Zucht?: Der Artenschutz ist also kein Kriterium, aber importierte Tiere sind trotzdem weniger empfehlenswert als Nachzuchten, da sie länger brauchen um zahm zu werden, weil sie sich an Menschen nicht so gut gewöhnt sind und weil man das Alter meist nicht weiss. Letztlich ist es vermutlich sowieso schwer an importierte Degus zu kommen, da sie im Gegensatz zu Degus aus Nachzuchten kaum angeboten werden. Daher erübrigt sich dieses Kriterium in den allermeisten Fällen.
Nagetrieb: Degus nagen sehr gerne, wodurch viel Lärm entsteht. Eine weitere Nebenwirkung wird vor allem dann bemerkbar, nachdem die Degus einen unerlaubten Spaziergang durch die Wohnung gemacht haben. Es kann dann vorkommen, dass nicht nagefeste Dinge wie Stromkabel, Möbel usw. Opfer der orangen Zähne werden. Das sollte bei der Standortwahl mit einbezogen werden. Es ist noch zu erwähnen, dass die Deguunterkunft nagesicher sein soll, sonst werden die Degus bald nicht mehr dort anzutreffen sein, wo sie eigentlich sein sollten.

Anhang: Rote Liste und WA

Anhang: Die Rote Liste Erklärungen zur Roten Liste
Anhang: Das Washingtoner Artenschutzabkommen (WA) Erklärungen zum Washingtoner Artenschutzabkommen

Externe Links

http://www.redlist.org Red List, offizielle Webseite der Roten Liste
http://www.iucn.org The World Conservation Union, offizielle Webseite des IUCN (Die Organisation die die Rote Liste herausgibt)
http://www.cites.org offizielle Webseite des Washingtoner Artenschutzabkommen
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