So banal es klingen mag, Heu ist das Grundnahrungsmittel und Hauptfutter der Degus, das zudem Verwendung beim Nestbau findet. Es ist also unverzichtbar und sollte stets in genug grossen Mengen vorhanden sein. Etwa gleich wichtig sind Zweige (mit Laub), Äste und Rindenstücke von für Degus unbedenklichen Bäumen und Sträucher. Dazu zählen u.a. Haselnuss- und Birkengewächse, Kernobstbäume.
Anderes Futter dient eigentlich nur als Ergänzung. Gerade nahrhaftes Futter sollte nur in kleinen Mengen zusätzlich angeboten werden. Grundsätzlich sollte das Degufutter so natürlich und unverarbeitet wie möglich sein. Jeder Bearbeitungsschritt vermindert seine Qualität.
Obst und andere zuckerhaltige Futterbeigaben dürfen nicht verfüttert werden, da dringender Verdacht besteht, dass sie den Ausbruch von Diabetes begünstigen.
Das Grundfutter besteht aus unbeschränkter Menge Heu. Dieses sollte von guter Qualität sein. Gutes Heu riecht gut und würzig, ist nicht verblasst in der Farbe und besteht aus verschiedenen Gräsern. Es lohnt sich da auf jedenfall verschiedene Heusorten ausprobieren und auch teurere Sorten in Betracht zu ziehen. Letztlich kann immer noch etwas günstigeres Heu neben dem guten Heu als Einstreu und Nistmaterial zur Verfügung gestellt werden.
Als ergänzendes Futter zum Heu gibt es verschiedene Varianten:
Achtung: Änderungen an dem Degufutter sollten durch stufenweises Umstellen erfolgen, da sonst bei zu abruptem Futterwechsel die Degus sehr empfindlich reagieren und unter anderem Durchfall bekommen können. Gerade bei der Gewöhnung an Frischfutter gilt dies zu beachten.
Hier kann man grundsätzlich zwei Arten von Futter unterscheiden:
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Heu: lebenswichtig! | Trockenfutter: zu nahrhaft | Kräuter und Gemüsemix: gesunde Heuergänzung |
Pellets haben sich als karges Futter bei der Chinchillaernährung bewährt. Bei den Degus sieht es aber etwas anders aus:
Pellets enthalten fast immer Melasse, welche zur Hälfte aus Zucker besteht und sind zu weich um einen guten Abrieb der Backenzähne zu gewährleisten. Zudem sind sie ein Industrieprodukt und daher nicht besonders natürlich. Durch die gepresste Form bedingt, weiss man auch nicht, was da alles drin ist. Sie werden auch meistens von Degus nicht besonders gerne gefressen. Daher kann auf Pellets getrost verzichtet werden. Andernfalls sollten sie nur in geringen Mengen mitgefüttert werden.
In der Herstellung und vom Aussehen sind sich Cobs und Pellets sehr ähnlich. Pellets sind allerdings kleiner und dünner. Zudem wird das Futter woraus sie hergestellt werden kleiner geschnitten, womit die Faserlänge kleiner wird. Dadurch zeichnet sich ein wesentlicher Vorteil der Cobs aus, durch die längere Faserlänge haben sie eine bedeutend bessere Zahnabriebwirkung. Noch ein bedeutender Unterschied besteht darin, dass bei Pellets oft Melasse verwendet wird um sie zusammenzuhalten. Cobs dagegen werden ohne Melasse hergestellt.
Da die Cobs keine der grossen Nachteile der Pellets haben, sind sie eine gute Alternative und Ergänzung zum gewönlichen Futter. Sie ersetzen allerdings nicht das Heu.
Wichtig auch bei Cobs der Blick auf die Inhaltsstoffe. Es sollten möglichst kein Getreide darin enthalten sein und keine zuckerhaltigen Inhaltsstoffe.
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Bild: Vergleich von Pellets und Cobs Oben links: Getreidekörner (zum Grössenvergleich) Oben rechts: normale Pellets Unten links und rechts: Grascobs in unterschiedlichen Grössen | |
Grascobs (Pre Alpin Lepo Herbs) |
Die Futtermischung bekommen die Degus in ihren Futternapf. Zur Abwechslung können Sie das Futter auch ab und zu auf Steine, Äste und andere erhöhte Stellen im Käfig streuen, so dass die Degus ihr Futter suchen müssen.
Grundsätzlich sollte der Napf erst wieder aufgefüllt werden, wenn er leer ist. Er sollte nicht zu fest gefüllt werden, damit das Futter nicht zu lange im Napf bleibt. Sie können das Futter auch einmal pro Woche einen Tag aussetzen und ihnen statt dessen nur Heu und Frischfutter geben.
Beim Heu sollten Sie rechtzeitig neues geben, also wenn der Heuvorrat langsam zu Ende geht und nicht erst dann, wenn fast keines mehr vorhanden ist.
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