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4.6 Nageschäden

Degus haben bekanntlich ja einen starken Nagetrieb. Bei der Deguhaltung wird dies auch schnell bemerkbar. In ihrer Umgebung finden die orangen Nagezähne der Degus manche Gegenstände, die ihrer Nagewut nicht standhalten können. Dabei sind Bücher und Holzmöbel genauso gefährdet wie Zimmerpflanzen und Teppichleisten. Bei Kabeln kann es aber auch für die schadenverursachenden Degus selbst gefährlich werden, vor allem wenn es sich um Netzkabel handelt, die unter Spannung stehen (also eingesteckt sind).

Die von Degus nagbaren Materialien sind:
Holz, Karton, Pappe, Papier, (weicher) Kunststoff, Pflanzen, Textilien mit rauher Oberfläche (z.B. Badetücher), unter Umständen sogar dünnes Metall, etc.


Bildergalerie: Nagespuren

Massnahmen:

Den Degus das Nagen zu verbieten wäre eine Illusion. Denn Degus müssen nagen, um ihre ständig nachwachsenden Zähne abzunutzen, damit sie nicht zu lang werden. Den Degus beizubringen was sie nagen dürfen und was nicht ist ein unrealistisches Unterfangen. So muss man die gefährdeten Gegenstände schützen. Besonders bei Kabeln ist dies nicht einfach. Es gibt aber einige Tipps die helfen können, dass Kabel eher in Ruhe gelassen werden.
Degus nagen am liebsten an einem geschützten Ort, z.B. in einer Ecke, in einem Spalt oder unter Möbel. Dinge die mitten auf dem Zimmerboden liegen werden eher in Ruhe gelassen. Bei Kabeln bedeutet das, dass Kabel die unter Möbel verlegt werden, unter die auch Degus kriechen können, eher gefährdet sind als solche, die frei im Zimmer verlegt sind. Noch besser ist es, wenn Kabel zwischen Möbel und Wand geschützt verlegt werden. Der Spalt zwischen Möbel und Wand sollte dabei nur wenig mehr als ein Zentimeter sein, da sonst Degus dazwischen Platz hätten. Auch Kabelkanäle bieten schon einen gewissen Schutz, doch sind diese auch aus Plastik, so können sie die Degus leicht annagen. Wenn die Degus genug Zeit haben, können sie auch die Kabel im Kanal annagen, doch sie brauchen schon etwas Zeit um den Kabelkanal genügend zu verunstalten, damit sie an das Kabel kommen. Wenn das Kabel etwa in 30 cm Höhe verlegt wird, dann ist es für dir Degus schwer erreichbar, wenn sich nicht gerade in der Nähe des Kabels eine Erhöhung befindet. Diese Art von Kabelverlegung, aber auch die Berücksichtigung von Massnahmen zum Schutz von anderen nagegefährdeten Objekte und Degus, machen die Raumplanung schwerer. Dafür verkleinert eine gute, an Degus angepasste Raumplanung die Risiken für Gegenstände und Tiere um einiges und spart eine Menge an Ärger, Unkosten und Arbeit, die durch Nageschäden verursacht werden und anderseits ist das Gefahrenrisiko der Degus kleiner. Viele Deguhalter weichen aus diesen Gründen auf degusichere Räume aus, wie z.B. Badezimmer, abriegelbare Hausflur oder Vorzimmer, welche kaum nagegefährdete Objekte enthalten und vor allem meist keine Kabel haben, aber den Degus keine Fluchtmöglichkeiten bieten.


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