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6.5 Diabetes
Diabetes (Diabetes mellitus), auch Zuckerkrankheit genannt, ist eine der häufigsten Degukrankheiten. Dies haben wohl auch amerikanische Forscher gemerkt, als sie den Degu für die Diabetesforschung entdeckten. Vermutlich stammten die ersten als Heimtier gehaltenen Degus von Labortieren und verbreiteten sich dann so unter Kleintierfreunden.
Diabetes ist unheilbar und kann vererbt werden. Aus diesem Grund sollte mit Tieren, die Diabetes haben, nicht gezüchtet werden.
Diabetes selbst ist nicht einfach festzustellen. So wird die Krankheit meist erst dann bemerkt, wenn das betroffene Tier an den Folgen von Diabetes erblindet. Erkrankte Tiere haben oft einen erhöhten Flüssigkeitsbedarf, deshalb müssen Sie dann öfters das Wasser kontrollieren und wechseln.
Behandlung:
Diabetes ist zwar unheilbar, doch mit einer Ernährungsumstellung kann der Blutzuckerspiegel der erkrankten Degus gesenkt werden:
Sie sollten auf jeden Fall von nun an überhaupt kein zuckerhaltiges Futter wie Obst verfüttern. Zudem sollten Sie darauf achten, dass der betroffene Degu von nun an besonders karg und fettarm ernährt wird, also auf Körnerfutter möglichst verzichten und statt dessen viel Heu, Kräuter, frisches Gras, Laub, Gemüse, etc. verfüttern. Diese Diabetes-Diätfuttertipps eignen sich natürlich auch für gesunde Degus.
Inzwischen gibt es ein paar mehr oder weniger erfolgsversprechende Behandlungsmethoden, die zur Eindämmung der Krankheit beitragen könnten:
- Insulin
Insulinbehandlungen sind zwar theoretisch auch bei Kleintieren möglich, in der Praxis ist aber davon wärmstens abzuraten. In den meisten Fällen ist eine solche Behandlung nicht nur sinnlos, sondern auch eine grosse Gefahr: die richtige Dosierung ist sehr schwierig zu ermitteln, ja fast unmöglich. Zuviel Insulin führt zu Unterzuckerung. Das Risiko tödlicher Folgen ist sehr hoch. Bei zu geringer Dosierung bleibt die gewünschte Wirkung aus. Dazu ist die Behandlung ein grosser Stress und vermutlich auch schmerzhaft für den Degu. Von einer solchen Behandlung ist also dringend abzuraten, vor allem wenn die diabeteskranken Degus sonst gesund und munter sind und einen gesunden aufgeweckten Eindruck machen.
- Zimt
Zimt hat eine blutzuckersenkende Wirkung. Bereits schon in geringen Mengen soll er eine blutzuckersenkende Wirkung haben. Dies geht aus einer kürzlich veröffentlichter Studie hervor. Nun ist anzunehmen, dass die Humanmedizin in nächster Zeit intensive Forschung in diese Richtung anstreben wird. Bei Haustiere bedarf es jedoch zuerst noch Abklärungen und Erfahrungswerte, ob die Zimtbehandlung auch bei Haustiere die gewünschte Wirkung zeigt.
- Sucontral
Bei der Behandlung von diabeteskranken Ratten und Mäusen mit Sucontral wurde eine sehr gute Wirkung nachgewiesen. Warscheinlich ist die Wirkung bei Degus vergleichbar, doch bei der Anwendung bei Degus fehlt es noch an Abklärungen und Erfahrungswerte, die diese Wirkung bestätigen.
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