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4.2 Beschäftigung

Es gibt viele Möglichkeiten Degus zu beschäftigen. Es gilt einfach zu Beachten, dass die Degus ihrer Art gerechte Beschäftigung haben.
Die beste Beschäftigung für Degus ist die Gesellschaft mit Artgenossen, denn Degus sind Gruppentiere, die in Einzelhaltung vereinsamen. Deshalb gilt: Degus niemals einzeln halten! Durch gegenseitige Fellpflege, spielen, kuscheln oder sich beschnuppern pflegen sie soziale Kontakte.

Degu am Blätter fressen Fast ebenso wichtig wie der Kontakt zu Artgenossen ist eine artgerechte Unterkunft. Das bedeutet, dass sie genügend Platz bietet für die Degus die sich die Unterkunft teilen. Die Einrichtung ist aber ebenso wichtig. Dazu gehören Äste, wenn möglich mit Laub (Achten Sie darauf, dass Sie nur Holz von ungiftigen Bäumen und Sträucher verwenden), die ebenso zum Klettern als auch als Futter oder Baumaterial dienen. Aus Karton oder Pappe können kurzlebige Bauten gebastelt werden, die von den Degus als Versteck oder Klettergerüst benutzt werden können. Früher oder später werden sie jedoch den Nagezähnen zum Opfer fallen und zu kleinen Schnipsel verarbeitet. Toilettenpapier oder Papiertaschentücher sind eine sehr willkommene Gabe bei Degus, die gerne zum Nestbau verwendet wird, da sie sehr weich ist. Ob als Sitzplatz, zum Klettern oder zum Sonnen und Ausruhen, grössere Steine finden bei den Degus vielfältige Verwendung.

Degu in Heuschaukel Wer handwerklich etwas begabt ist und die Möglichkeit zur Holzverarbeitung hat, kann seinen Degus selbst Verstecke und Klettergerüste aus Holz bauen. Sie werden zwar nicht ewig halten, da die Degus mit ihren Zähnen den natürlichen Zerfall beachtlich beschleunigen. Wenn die Konstruktion aber stabil und aus hartem Holz gebaut wird, dann werden sich die Degus schwer tun mit nagen und die Lebensdauer wird dadurch verlängert.
Ein beliebtes Fitnessgerät für die Deguunterkunft ist das Laufrad. Es sollte genug gross und nagefest sein und gehört zur optionalen Käfigeinrichtung. Des weiteren könnte hier noch die Kartonröhre erwähnt werden, die als Durchgang in horizontaler und als Klettergerät in eher vertikaler Lage dienen kann. Besonders geeignet sind da Teppichrollen, die im Gegensatz zu Küchenrollen einen grösseren Durchmesser haben, der zudem das ideale Mass hat, damit Degus da mühelos durchkommen.

Einen anderen Ansatz bietet das Freigehäge. Wobei diese Möglichkeit vor allem Leuten mit grosser Erfahrung im Umgang mit Degus vorbehalten sei, da diese Möglichkeit viele Risiken birgt.
Es setzt voraus, dass es draussen angenehm warm und nicht zu heiss ist, dass ein ruhiger, nicht allzu windiger Platz vorhanden ist, bietet den Degus dafür ein besonderes Erlebnis. Ausserdem sollten Sie ihren Degus einen guten Unterschlupf und einen kühlen, schattigen Ort bieten, wo sie sich zurückziehen können. Bei dieser Variante ist es besonders wichtig, dass die Tiere überhaupt keine Möglichkeit zur Flucht haben, denn wenn draussen ein Degu ausbrechen kann, dann ist es fast unwahrscheinlich, dass er je zurück kommt. Etwas harmloser kann da die Variante Freilauf im Zimmer sein. Hier sollten aber alle Dinge, die für Degus gefährlich sind oder die Degus gefährden könnten, weggeräumt werden. Ausserdem sollte der Raum geschlossen sein und den Degus keine Fluchtmöglichkeiten bieten. Eine dritte Lösung, die zwar noch weniger gefahrvoll ist, dafür einen zweiten Käfig und Platz dazu benötigt: ein Beschäftigungskäfig. Dieser ist als Erlebnispark eingerichtet und bietet viele interessante Dinge, womit sich die Degus beschäftigen können. Hier könnte dann besonders auf die Nage- und Kletterbedürfnisse der Degus eingegangen werden. Der Käfig könnte dann noch mit einem Verbindungsstück mit dem Hauptkäfig verbunden werden, damit der Käfig jederzeit zugänglich ist.


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