Der Deguschwanz ist ziemlich belastungsempfindlich. Wird der Schwanz eingeklemmt oder zu fest belastet, reisst die Schwanzhaut und löst sich vom Schwanzknochen ab. Dazu reicht schon das Hochhalten des Degus an seinem Schwanz! Deshalb Degus NIEMALS am Schwanz hochhalten.
Dies ist ein Schutzmechanismus, vergleichbar mit dem bei Eidechsen bekannten Schwanzabwurf, um dem Feind zu entkommen. Im Gegensatz zur Eidechse wächst der Schwanz beim Degu nicht mehr nach.
Alte Degubücher haben in diesem Zusammenhang den etwas irreführenden Begriff "Sollbruchstelle" geprägt. Klar soll dieser Begriff verdeutlichen, dass es sich hier um eine von der Natur gewollten Schwachstelle handelt, die den Degus zum Schutz dient. Doch weckt er bei Leser, die nicht damit vertraut sind, den Eindruck, dass der Schwanz brechen würde, was in der Tat nicht der Fall ist.
Verliert ein Degu seinen Schwanz, ist das für ihn nicht besonders schlimm. Es wird zwar schwerer für ihn die Balance zu finden. Dennoch kann er auch mit einem kurzen Schwanz gut leben.
Die Pflegeperson muss sich also deswegen keine Sorge machen. Im Normalfall verläuft alles gut, ohne dass jemand eingreifen müsste.
Details, aber auch ein Bild darüber finden Sie unter folgender Unterseite:
1.7.1 Wenn die Schwanzhaut reisst...
Der Deguschwanz hat eine Länge von ca. 15 cm und weist einen runden Querschnitt auf. Er ist mässig behaart von steifen, borstenähnlichen Haaren, die an der Oberseite fast schwarz und an der Unterseite grau sind. Der Schwanz wird gegen Ende immer dünner, aber das merkt man schlecht, da die Haare gegen Ende immer länger, aber auch weicher werden. Man kann sagen, dass der Degu am Ende seines Schwanzes einen dunklen, dicken Büschel Haar besitzt, der in der Fachsprache Quaste genannt wird.
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